Am Mittwoch war endlich gutes Wetter in Chamonix! Am Vorabend hatten wir uns bereits die Tour für den heutigen Tag zurechtgelegt: Das Gabbarou-Albinoni-Colouir (IV, 80 Grad, TD-, 600m) am Mont Blanc du Tacul sollte es sein.

Am Col di Midi hatten wir eine herrliche Rundsicht

Am Col di Midi hatten wir eine herrliche Rundsicht

Zusammen mit Daniel und Sebastian machte ich mich am nächsten morgen gegen 07.30 Uhr auf den Weg zur Seilbahn auf die Aiguelle du Midi. Dort war bereits einiges los: Die Tourenski in der Hand, die Eisgeräte am Rucksack, den Klettergurt am Körper – viele Alpinisten wollten das gute Wetter für eine Tour nutzen. Auch wir sahen nicht anders aus.

Blick vom Ausrüstungsplatz in die Tour, unser Couloir zieht oben links weg

Blick vom Ausrüstungsplatz in die Tour, unser Couloir zieht oben links weg

Innerhalb kurzer Zeit beförderte uns die Seilbahn 2800m über den Talgrund von Chamonix. Die Aussicht war fantastisch: Mont Blanc, Grand Jorasses, Dean du Genat waren zum Greifen nah. Etwas heikel war es den ersten Teil des Midi-Plan Grates mit den Skiern in der Hand abzuklettern, fallen durfte man da nicht. Eine kurze Skiabfahrt brachte uns unter das Colouir. Schnell wechselten wir von Berg- auf Skischuhe und legten die Ausrüstung an. Die ersten 200 HM im 60 Grad steilen Einstiegsschneefeld ging es aus Zeitgründen seilfrei (nicht das uns die Holländer noch überholt hätten das ging gar nicht 😉

In den steilen Seillängen

In den steilen Seillängen

Der Schnee war gut zum Stapfen, und von der Psyche her war es auch in Ordnung.  Es folgten 6 schwierige Seillängen mit schöner Eis- und kombinierter Kletterei. Die Verhältnisse waren angenehm. Anschließend seilten wir über die Route ab und fuhren mit Ski durch das Vallee Blanche hinab nach Chamonix, wo wir gegen 20 Uhr eintrudelten.

Bei der Abfahrt haben wir das Super-Couloir im Rücken

Bei der Abfahrt haben wir das Super-Couloir im Rücken