Montag, 11.03.13

Gegen 3 Uhr sind wir zusammen bei Julian in Fellbach bei Stuttgart losgefahren. Über die A 81 erreichten wir die Grenze bei Schaffhausen und wurden auch prompt raus gewunken. Nach der Kontrolle der Papiere sowie dem Kauf einer Vignette durften wir weiterfahren. Über Schaffhausen, Winterthur, Zürich, Bern und schließlich Kandersteg erreichten wir den dortigen Bahnhof. Per Autozug ging es durch den Lötschberg. Sehr bequem, konnten wir doch vor der Tour noch ein 20-minütiges Schläfchen halten.

Rast im Aufstieg zur Hollandiahütte

Rast im Aufstieg zur Hollandiahütte

Mit 75 PS brausten wir die kurvige Straße nach Blatten im Lötschental hinauf. Julians Auto kam ganz schön ins schnaufen…Gegen 9 Uhr standen wir abmarschbereit auf dem Parkplatz in Blatten. Voller Begeisterung warfen wir uns die Rucksäcke auf die Rücken und legten die Ski noch obendrauf – das erste Stück durchs Dorf konnten wir sie noch nicht anschnallen. Uns erwarteten eine Strecke von 14 km und ca. 1750 Hm. Für den ersten Tag gar nicht so wenig. Nach ca. 1,5h Gehzeit erreichten wir die Gletscherstafel, eine Ansammlung von Hütten am Ende der im Winter nicht geräumten Fahrstraße, über die wir aufstiegen. Von nun an ging es südlich des Baches weiter, immer weiter Richtung Langgletscher. Auf einer Höhe von ca. 2000m betraten wir diesen, noch immer lagen 1200 Hm vor uns! Der Aufstieg zog sich so sehr in die Länge, dass wir die Hollandiahütte auf 32040m erst gegen 19.30 Uhr im Stirnlampenschein erreichten. Umso überraschter waren wir jedoch, als wir in der Hütte Licht brennen sahen. In der Nähe der Hütte rief man schon nach uns, ob wir Hilfe benötigten…

Die Hollandiahütte

Die Hollandiahütte

Die nette Hüttenwirtin hatte sich einfach Sorgen gemacht, das bei völliger Dunkelheit noch jemand hinaufkam. Müde fiehlen wir nach dem selbstgekochten Abendessen in die Betten des super ausgestatteten Winterraums. Die größte Überraschung gabs am Ende des Tages: Statt unter kratzigen Wolldecken hatte man uns extra dicke Daunendecken angerichtet. So gut habe ich auf 3240m noch nie geschlafen!

Teil 2 folgt!